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Was gibt es noch auf Mallorca zu sehen außer Strände, werden sich sicher einige fragen. Nun, eine ganze Menge wenn man bedenkt, dass die Insel ab etwa 4000 v. Chr. besiedelt wurde. Viele altertümliche Denkmäler und Kulturstätten sind auch heute noch erhalten geblieben.
Nehmen wir Palma, schließlich ist dies der Ort an dem man ankommt und es den wirtschaftlichen sowie kulturellen Mittelpunkt der Insel darstellt. In Mallorcas Hauptstadt kann so einiges besichtigt werden. Es gibt etwa an die zwanzig Galerien für moderne Kunst neben anderen Museen. Das Museo de Mallorca, im Volksmund auch das „Haus der großen Christina“ genannt, beherbergt wichtige und interessante Gegenstände aus der Historie der Insel. Bedeutende archäologische Funde wie Figuren aus der Talayot-Kultur; arabische und gotische Austellungsstücke sind zu sehen. Ebenso interessant ist die Waffensammlung.
Um einen schönen Blick über Palma zu erhaschen, sollte man den Weg zum Schloss von Bellver nicht scheuen. Das „Schloss mit der schönen Aussicht“ ist das einzig erhaltene Rundschloss in Europa, liegt inmitten von bewaldeten Hügeln und beherbergt ebenfalls ein Museum.
Danach lohnt sich ein Besuch in die Domkirche La Seu. Sie zählt zu den vier schönsten Europas und wurde im gotischen Stil erbaut, derer Antoni Gaudi ein großer Bewunderer war. Die Lonja – die gotische Perle Palmas, ehemaliges Seehandelszentrum, wurde errichtet um einen Ort für Versammlungen der Händler zu haben und dient heute als Stätte wichtiger Anlässe und Veranstaltungen. Ein Beispiel wären hier hohe Staatsbesuche, die mit Sicherheit im Gran Hotel nächtigen würden, wäre es noch ein Hotel. Als es 1903 errichtet wurde galt als Exempel an Modernität und Schick. Tatsächlich war es so seiner Zeit voraus, dass es erst 1975 wegen Überalterung geschlossen wurde. Nach langjähriger Renovierungsphase beherbergt es heute ein Museum für mallorquinische Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
Dann wäre da natürlich noch der Palacio Real, welcher im Sommer vom König als Residenz für offizielle Staatsbesuche und Empfänge genutzt wird. Errichtet wurde das Schloss im 13. Jahrhundert und die jeweiligen Flügel des Königs und der Königin treffen sich in der Mitte bei den arabischen Bädern. Der Innenhof ist der Patio de Armas. Unterkunft im Süden Mallorcas – auch wenn es nicht gerade der Palacio Real ist – gibt es reichlich
Nicht unbedingt Museen, aber genauso sehenswert sind die Patrizierhäuser Can Vivot und Can Oleza. Can Vivot hat Säulen aus rotem Mamor, ein monumentales Treppenhaus mit gußeisernem Geländer und schafft sich so ein Ambiente ohnegleichen. Geschichtlich ist es bedeutend im Hinblick auf die Verschwörungstheorie, die dort zwischen den Bourbonen und Felipisten im Thronfolgerkrieg zugunsten der Bourbonen geschniedet wurde. Das barocke Can Oleza verfügt über ionische Säulen, einen konvexen Schaft, weite Bögen, einer Loggia und einem schmiedeeisernen Treppengeländer. Kultur in etwas anderer Form bietet sich einem als Oper.
Die Abonnementskonzerte des Sinfonieorchesters Ciutat de Palma oder das Programm Un invierno en Mallorca bereichern das kulturelle Leben in den Wintermonaten. Im Sommer sind es die Festivals für klassische Musik im Freien oder die Konzerte für moderne Musik, Jazz sowie Ballett-und Theateraufführungen.
Palma de Mallorca hat also einiges zu bieten. Nicht immer muss vom Flieger dirakt an den Strand gehetzt werden, ab und an tut etwas Kultur gut, besonders wenn es so schöne wie in Mallorcas Hauptstadt ist.
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